Ethernet Kabel im Test – schnell und zuverlässig!

Immer häufiger begegnet uns der Begriff Ethernet. Was verbirgt sich eigentlich dahinter? Wie ist es konzipiert und wie genau funktioniert es und, die wohl wichtigste Frage, wo genau liegt der Nutzen für den Konsumenten. Nun, Ethernet ist eine spezielle Technologie für kabelgebundene Datennetze, um Software, also zum Beispiel bestimmte Programme und Systeme, aber auch Hardware, wie etwa das Netzwerk oder das Kabel, zu spezifizieren, auch wenn diese ursprünglich nur für lokale Datennetze vorgesehen waren. Deswegen gilt das Ethernet Kabel auch als ein wichtiger neuer Fortschritt in der Technologie der LAN-Kabel.

Mit einem Ethernet Kabel können Datenpakete innerhalb eines lokalen Netzes gesendet oder ausgetauscht werden. So lassen sich ganz einfach diverse Daten vom PC an einen angeschlossenen Drucker senden. Umgekehrt können von einem Scanner Daten an einen PC gesendet werden. Je nach Art der Ethernet Kabel sind unterschiedliche Übertragungsraten möglich. Gegenwärtig sind spezielle Übertragungsraten von 10 MB/s, 100 MB/s beim Fast Ethernet, 1 GB/s beim Gigabit-Internet und sogar 10 GB/s möglich. Ein Ethernet Kabel, das aus Glasfasermaterial besteht, hat nur eine begrenzte Reichweite. Daher wird es zumeist nur innerhalb eines Gebäudes, beispielsweise eines Büro- oder Universitätsgebäudes, genutzt wo es sich allerdings immer größer werdender Beliebtheit erfreut und immer häufiger benutzt wird.

Aber eigentlich ist Ethernet Kabel ja gar nicht so neu, denn es wurde bereits im Jahre 1973 von findigen Studenten der Eliteuniversität Standford in Kalifornien erfunden und sollte ursprünglich auch nur innerhalb der Universität benutzt werden. Als Urvater der Technologie gilt aber der Entwickler Robert Metcalfe, der als erste Person überhaupt ein Memo innerhalb des Xerox Paolo Alto Research Center, ein Teil der Standford Universität, verschickte, nicht ahndend, dass er gerade einen Meilenstein in der Geschichte der Computertechnologie zurückgelegt hatte. Schon damals wurde innerhalb einer Universität jeweils ein Protokoll von einem funkbasierten Dienst abgeleitet. Es bedurfte mehrerer Jahre, um diese Netzwerk – Technik zu entwickeln und bis heute ist die Funktion schon wesentlich verbessert worden, gilt allerdings noch nicht als endgültig abgeschlossen. Das zunächst firmenspezifische Produkt wurde später standardisiert und dann langsam und nach und nach für den freien Markt zugänglich gemacht. Die Technik wurde im Laufe der Zeit ständig weiterentwickelt, Neuerungen wurden hinzugefügt und Bugs und nicht, oder nur schlecht funktionierende Teile, des Systems wurden zusehends verbessert oder auch ausgemerzt. Spezifikationen und verschiedene Standards wurden so erarbeitet. Der 100-Mbit/s-Standard wurde im Jahre 1995 eingeführt, dieser gilt als Grundlage für das heutige Ethernet. Zur gleichen Zeit wurde die WLAN-Technik, die als 802.11 bezeichnet wird, eingeführt. Gegenwärtig wird am Einsatz des 10-GB-Ethernets an Universitäten und als Stadtnetz gearbeitet und auch wenn dieses Projekt schon einige Erfolge zu vermelden hat und inzwischen einige Universitäten bundesweit damit ausgestattet wurden, so scheint die Fertigstellung dieses Projektes noch einige Zeit in Anspruch zu nehmen. Inzwischen wird das Ethernet immer häufiger in industriellen Fertigungsanlagen angewendet, da hier in der Zeit der weltweiten Globalisierung immer größere Mengen an Daten untereinander vermittelt und verschickt werden müssen. Längst wird das Ethernet- Kabel und die WLAN-Technik im privaten Bereich und auf Kreuzfahrtschiffen genutzt, wo es heute völlig einwandfrei funktioniert.

Will man zu Hause ein Netzwerk einrichten, kann man heute auch das Ethernet nutzen. Mit einem Ethernet Kabel können Computer und Drucker oder andere Peripheriegeräte miteinander verbunden werden. Kann man die kabellose Technik eines WLAN-Routers nicht nutzen oder ist die Übertragungsqualität schlecht, sollte man ein Netzwerkkabel nutzen, um eine bessere Datenübertragung zu ermöglichen. Dies ist hier aber zunehmend seltener der Fall, wobei sich die Anschaffung eines Ethernet Kabels dennoch häufig lohnt, da so eine garantiert sichere und schnelle Funktionsweise gewährleistet wird. Setzt man ein Netzwerkkabel ein, ist die Übertragung zumeist sicherer, denn die Daten können nicht oder nur schwer angezapft werden. Hacker haben so keine Chance mehr und es ist nicht allein ein sicherer Umgang möglich, sondern auch ein wesentlich schnellerer als mit sonstigen Technologien diesbezüglich. Ein Nachteil sind Kapazitätsüberlastungen und eine damit verbundene verlangsamte Übertragung, denn ein Ethernet Kabel verfügt nur über eine begrenzte Kapazität. Mit dem Switched Ethernet kann die Übertragungskapazität maximiert werden, was dann natürlich auch eine schnellere Übertragung sicherstellt. Auf diese Weise lassen sich nebenbei auch einwandfrei Datenkollisionen vermeiden. Wichtig ist es auch zu wissen, dass beim Ethernet einzig die Übertragung einzelner Daten im Hochfrequenzbereich nur innerhalb eines gemeinsamen Leitungsnetzes möglich ist. Dies geschieht, wie bereits erwähnt, am sichersten und schnellsten mit einem Netzwerkkabel. Und dabei greift das Ethernet im Prinzip auf einen ganz einfachen Trick zurück, denn sobald zwei Computer innerhalb eines Leitungsnetzes jeweils mit einem Ethernet Kabel ausgestattet sind und zudem miteinander gekoppelt sind, stellt das Ethernet sicher, dass beide Computer an ihrer Schnittstelle, genauer gesagt mit ihrer MAC-Adresse, einem weltweit eindeutigen verschlüsselten 48-Bit-Schlüssel, eine unterschiedliche Adresse haben. Dadurch kann das Ethernet dann ganz einfach Daten in einem sogenannten Basisbandverfahren übertragen. Bei dem Basisbandverfahren handelt es sich um eine Nachrichtentechnik, bei der die Daten mit einem Zeitsignal übertragen werden. Hierbei wird oft ein hohes Frequenzspektrum aufgewiesen, welche wiederum bei der danach folgenden Kanalcodierung eine große Rolle spielen. Durch eben dieses Basisbandverfahren ist es dann auch so wichtig, dass beide Computer auch wirklich miteinander verbunden sind, denn dieses besondere Verbindung ist sonst überhaupt gar nicht erst möglich, was die Funktion des Ethernets somit natürlich dann nicht mehr ermöglicht.

Alles in allem ist das Ethernet also eine durchaus ergiebige und auch sehr gut funktionierende Methode der Datenübertragung ist, die zwar bisher nur innerhalb eines Leitungsnetzes funktioniert, aber mithilfe eines Netzwerkkabels und eines
Ethernet Kabels ganz einfach und leicht und im Prinzip für jedermann zugänglich ist und eine sicherer Datenübertragung sicherstellt. Ursprünglich als schnelles System zur sicheren Datenübertragung von Studenten einer amerikanischen Eliteuniversität entwickelt, nimmt das Ethernet schon heute eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft und der Industrie, wo bereits heute innerhalb einzelner Firmen Daten schnell untereinander übertragen werden. Und auch hier in Deutschland werden zusehends mehr und mehr Universitäten mit dem modernen Ethernet ausgestattet und es nimmt so auch zusätzlich Einzug in das normale Alltagsleben der Menschen ein und Experten gehen davon aus, dass das Ethernet in dem Bereich der Wirtschaft, aber eben auch in diversen Bereichen des Alltages, eine zunehmend große Rolle spielt. Auch wenn es noch einige kleinere und größere Probleme in der Schnelligkeit der Datenübertragung gibt, so werden diese Probleme nacheinander alle verbessert und behoben, sodass man in Zukunft von einem perfekt funktionierenden Ethernet ausgehen kann und so sehen es Experten auch nur allein als eine Frage der zeit, bis das Internet die dominierende Einheit im Bereich der Datenübertragung innerhalb eines Systems wird und so neben dem W-LAN die zweite große Macht in der LAN- Technologie werden.

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